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Eduard Vertnik 1907 - 1945 Bearbeiten

Geboren 10.1.1907 in Maribor
Gestorben 20.1.1945 in Mauthausen

Biografie

Die Eltern von Eduard Vertnik (Edvard Wertnik, Wertnig), Jakob und Marija Vertnik, lebten in Čermožiše/Schiltern im heutigen Slowenien. Er selbst war spätestens seit 1933 im Südkärntner Ort Diex wohnhaft und als Forstarbeiter für die Firma Kordesch tätig.

Am 31. Juli 1944 wurde er im Auftrag der Gestapo verhaftet. Ihm wurde zur Last gelegt, verbotene ausländische Radiosender gehört zu haben. Er hätte auch die daraus gewonnenen Informationen an Partisanen weiter geleitet. Am 8. September 1944 verzeichnete die Lagerverwaltung des KZ Dachau seinen Zugang. Doch bereits wenige Tage später erfolgte seine Überstellung in das KZ Mauthausen, wo er die Häftlingsnummer 99.343 tragen musste. Im Spätherbst wurde er dem neu eingerichteten Außenlager St. Aegyd am Neuwalde zugeteilt. Von den 300 Häftlingen des ersten Transportes starben bis zum 27. Dezember 1944 29 auf Grund der äußerst schlechten Bedingungen. 160 weitere Häftlinge wurden vom herbeigeholten SS-Arzt als »arbeitsunfähig« klassifiziert, darunter auch der 37-jährige Eduard Vertnik. Am 8. Jänner 1945 erfolgte der Rücktransport in das Stammlager. Am 20. Jänner meldete das »Sanitätslager« der Tod von Eduard Vertnik.

Brigitte Entner

Slowenisches Wissenschaftliches Institut – Slovenski znanstveni institut Klagenfurt/Celovec

 

Quellen:

Archiv KZ-Gedenkstätte Dachau;

International Tracing Service, Bad Arolsen;

Kärntner Landesarchiv (AKL, Abt. 14 OF 135, Gz. 10/58).


Literatur:

Brigitte Entner, Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Klagenfurt – Wien/Celovec – Dunaj 2014, 345‑347; 371‑373.

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