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Josef Sačen 1894 - 1943 Bearbeiten

Geboren 13.3.1894 in Bleiburg (Kömmelgupf)
Gestorben 5.11.1943 in Mauthausen

Biografie

Der Kärntner Slowene Josef Sačen (Jožef Satschen) wurde als Sohn des Keuschlerehepaars Sebastian Sačen und Afra Visočnik in in Feistritz ob Bleiburg/Bistrica pri Pliberku, Südkärnten geboren. 1928 heiratete er. Neben der Bewirtschaftung der Štefic-Liegenschaft am Kömmelgupf/Komeljski Vrh arbeitete Sačen als Zimmermann.

In Reaktion auf die Liquidierung des Blockleiters Johann Kressnig am 3. Mai 1943 wurde Josef Sačen im Rahmen einer Vergeltungsmaßnahme tags darauf verhaftet und von der Klagenfurter Gestapo in das KZ Mauthausen eingewiesen, wo er am 11. Juni 1943 gemeinsam mit fünf anderen Männern aus dem Raum Bleiburg registriert wurde. Sačen musste die Häftlingsnummer 30.832 tragen und galt im Lager als »Jugoslawe«. Er musste in der Folge im Außenlager Wiener Neudorf Zwangsarbeit leisten. Knapp fünf Monate später wurde er ins Stammlager zurückgeschickt und in das »Sanitätslager« gebracht. Laut einer Meldung des Sanitätslagers verstarb Sačen am 5. November 1943 in den frühen Morgenstunden an »allgemeinem Körperverfall und Kreislaufschwäche«. Josef Sačen wurde 49 Jahre alt.

Brigitte Entner

Slowenisches Wissenschaftliches Institut – Slovenski znanstveni institut Klagenfurt/Celovec

 

Quellen:

Archiv der Diözese Gurk in Klagenfurt (Pfarre St. Michal ob Bleiburg/Šmihel pri Pliberku, Geburtsbuch);

Archiv des Slowenischen wissenschaftlichen Instituts in Klagenfurt;

International Tracing Service, Bad Arolsen.


Literatur:

Brigitte Entner, Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Klagenfurt – Wien/Celovec – Dunaj 2014, 309‑310; 313.

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